​​ Wasseraufbereitung für das neue Klinikum Klagenfurt - BWT Best Water Technology 

Klinikum Klagenfurt am Wörthersee

BWT Wasseraufbereitung für das neue Klinikum Klagenfurt

13.5.2010 8:00   Mondsee
Anfang Mai 2010 wurde das „Klinikum Klagenfurt am Wörthersee“ nach ca. 4-jähriger Bauzeit feierlich eröffnet. In drei Bauabschnitten wurde mit dem Klinikum eines der modernsten Zentren für Gesundheitsversorgung in Europa mit höchsten Qualitätsstandards geschaffen. Bei der Wasseraufbereitung für das Klinikum sorgte BWT ebenfalls für höchste Qualität und maximale Energieeffizienz.

Neue Wasseraufbereitungsanlage für das Klinikum Klagenfurt
Der Um- bzw. Neubau des LKHs Klagenfurt war durch das hohe Alter der bestehenden Gebäude notwendig geworden, die einen effizienten Betrieb des Krankenhauses nicht mehr gewährleisteten. Im zweiten Bauabschnitt entstand das neue Ver- und Entsorgungszentrum (VEZ), das die gesamte Wasseraufbereitung für den Neubau beherbergt. Der Neubau des Klinikums wird mit eigenem Brunnenwasser versorgt, das durch einen starken Mineralgehalt charakterisiert ist.

Enthärtungsanlage und UV-Desinfektion für Brauch- und Prozesswasser
Zur Enthärtung des Trinkwassers wurden drei mengengesteuerte Weichwasser-Pendelanlagen der Baureihe BA 800 MD-MHV (Leistung 3 x 50 m3/h) installiert. Die Anlagen arbeiten im sogenannten Pendel- bzw. Wechselbetrieb, durch welchen eine kontinuierliche Weichwasserversorgung auch bei Spitzenbedarf möglich ist und optimaler Schutz vor Kalkablagerungen in den wasserführenden Systemen gewährleistet wird.

Bei dem so auf eine Resthärte von <0,1°dH enthärtete Trinkwasser wird in einem zweiten Schritt ohne den Zusatz von Chemikalien mittels BWT Bewades UV-Desinfektionsanlagen eine Reduktion der pathogenen Keime erreicht. Durch automatische Verschneideeinrichtungen wird das enthärtete Wasser durch mengenproportionale Mischung mit gefiltertem Trinkwasser für verschiedene Anwendungen wieder auf unterschiedliche Härtegrade gebracht: Wäscherei und Wertstoffsammelzentrum (2 – 3°dH), Ver- und Entsorgungszentrum (2 – 3°dH), Warmwasser für das Chirurgisch-Medizinische Zentrum sowie das Ver- und Entsorgungszentrum (7 – 8°dH).

Reinwasser für den medizinischen Bereich
Für die Erzeugung des Reinwasser erfolgt eine weitere Aufbereitung mittels BWT Umkehrosmoseanlagen. Das Wasser wird dabei mit zwei doppelstufigen (permeatgestuft), im Wechselbetrieb arbeitenden Umkehrosmoseanlagen der Baureihe BRO (Leistung 2 x 10 m3/h) bis auf einen Restsalzgehalt von <15 µS/cm entsalzt, wodurch eine gleichmäßige Auslastung der Anlagen erreicht wird. Das Reinwasser (Permeat) wird anschließend mit bedarfsabhängig gesteuerten Pumpen energieoptimiert zu den Anwendungen in Küche, Chirurgie Ost, zentraler Sterilgutversorgungsabteilung sowie für Anwendungen mit Reindampf gefördert. In einer weiteren nachgeschalteten Aufbereitungsstufe, der Elektrischen Deionisation (EDI), wird durch zwei ebenfalls im Wechselbetrieb arbeitenden Anlagen der Serie Septron Line 100 das Wasser nochmals auf einen Restsalzgehalt von <5 µS/cm entsalzt. Dieses hoch entsalzte Wasser (Diluat) wird schließlich der Dampfsterilisation, einer Notversorgung sowie einem Elektrodampferzeuger zugeführt.

Die gesamte Wasseraufbereitungsanlage kann dank BWT EMSR-Technik über eine programmierbare Steuerung bedient werden. Moderne Touch Screen Oberflächen sorgen für einfache Bedienung der Anlagen und visualisieren die wichtigsten Betriebszustände der Anlage.


Das Projekt

Auftraggeber:
Land Kärnten, Landeskrankenanstalten-Betriebsgesellschaft – KABEG des Landes Kärnten

Planung der Technischen Gebäudeausrüstung/(HKLS-)Detailplanung Wasseraufbereitung:
Dipl.-Ing. Wagner/Graz, ZFG Projekt Planungs- und Beratungs GmbH

Installationen:
Fa. Ortner/Innsbruck, Fa. Hechenleitner & Cie GmbH/Klagenfurt

Ausführung Wasseraufbereitungsanlage:
BWT Austria GmbH/Mondsee, Geschäftsbereich Gebäude- und Industrietechnik