​​ Harte Fakten über weiches Wasser - BWT Best Water Technology 

Interview von BWT Marketing-Leiterin Ingrid Egerland mit Hautärztin Dr. Alice Weyl

Harte Fakten über weiches Wasser

1.8.2011 8:00   Mondsee
Egerland: 1976 kreierte Elida Gibbs einen Werbespruch, der Wasser, äußerlich angewendet, zum fundamentalen Pflegemittel stilisiert: „An meine Haut lasse ich nur Wasser und CD.“

Dr. Weyl: Dieser Spruch hat seine Berechtigung. Da wir, innerlich angewendet, zwei bis drei Liter Wasser täglich zum Leben brauchen und bekanntlich aus über 70% Wasser bestehen, liegt es nahe, dass auch Wasser von außen auf die Gesundheit und Hygiene sehr günstige Einflüsse hat. Obwohl sich das Badezimmer erst im 20. Jahrhundert durchsetzte.

Egerland: Was macht Wasser so wertvoll für die Haut?

Dr. Weyl: Nun, die Haut ist nicht nur das größte, sondern auch das vielseitigste Organ des menschlichen Organismus. Das heißt, über ihre Grundfunktionen hinaus dient sie unter anderem zur Wahrung des inneren Gleichgewichtes, fungiert als Kontakt- und Sinnesorgan und auch als Repräsentationsorgan. Dabei pflegt Wasser wie kein anderes Medium diese vielen wichtigen Funktionen der Haut. Nicht umsonst erklärte die UN-Vollversammlung 2010 die sanitäre Grund-versorgung und sauberes Trinkwasser zu den Menschenrechten. Die tägliche Pflege mit sauberem Wasser vermeidet Krankheiten, fördert die Gesundheit und steigert das Wohlbefinden. Wobei sich Wasser mit einem ph-Wert von 5,5 am besten eignet.

Egerland: Womit wir bei der Qualität des Wassers sind. Eine Studie des Fraunhofer-Institutes bestätigt das Interesse der Verbraucher an weichem Wasser: 80 Prozent wünschen sich weicheres Wasser. Woher kommt dieser Wunsch?
Dr. Weyl: Hier kommt die Haut als Sinnesorgan ins Spiel. Die Druckrezeptoren in der Unterhaut reagieren positiv auf weicheres Wasser und melden Wohlgefühl an das Hirn. Unter der Dusche wie in der Badewanne.

Egerland: Weicheres Wasser hinterlässt auch weichere Haut und seidige Haare nach dem Bad. Wie ist das zu erklären?

Dr. Weyl: Hartes, kalkhaltiges Wasser bildet zusammen mit Seife unlösliche Salze, die sogenannte „Kalkseife“, die auf Haut und Haaren zurückbleiben. Bei weichem Wasser bleibt dieser unangenehme
Effekt aus.

Egerland: Nebenbei benötigt man weniger Seife und Haarshampoo bei weicherem Wasser. Was den Geldbeutel schont und der Umwelt dient.

Dr. Weyl: Richtig, denn weiches Wasser enthält weniger Kalk, der der Entfaltung der Seifen und Shampoos entgegenwirkt. Ebenso benötigt man zum Wäschewaschen weniger Waschpulver, und auf Weichspüler kann man vollständig verzichten. Ein netter Nebeneffekt, Locken werden lockiger.

Egerland: Gibt es auch, über die bekannten Heilbäder hinaus gesundheitliche Aspekte für weiches Wasser?

Dr. Weyl: Durchaus. Insbesondere bei Menschen, die an Neurodermitis leiden, kann der meist quälende Juckreiz durch weiches Wasser abgemildert werden. Dies gilt für Ekzemerkrankungen jeglicher Genese. So leiden beispielsweise auch viele ältere Menschen an der sogenannten Exsikkationsdermatitis. Man spricht dann von der extrem trockenen „Altershaut“, welche oft keiner vernünftigen Hautpflege mehr zugänglich ist. Auch hier zeigt weiches Wasser positive Auswirkungen insbesondere auch auf den daraus resultierenden Pruritus. Selbst bei Schuppenflechte und allergisch bedingten Ekzemen der Kopfhaut konnte eine Linderung der Beschwerden beobachtet werden.

Egerland: Weicheres Wasser steigert somit nicht nur das Wohlgefühl und macht die Haut geschmeidiger, sondern es kann auch medizinischen Nutzen beanspruchen.

Dr. Weyl: Selbstverständlich. Und wir sollten nicht das weite Feld der inneren Anwendung vergessen.

Egerland: Dazu möchte ich Sie gerne bei unserem nächsten Treffen befragen.

Dr. Weyl: Noch eine kleine persönlich Anmerkung zu weichem Wasser. Ich habe seit einem Jahr eine Weichwasseranlage im eigenen Haus und möchte heute nicht mehr darauf verzichten.

Egerland: Herzlichen Dank für das informative Gespräch.